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  • Apotheke
    Apotheke: Dr. Helmut TimmLeitung

    Die Krankenhausapotheke und das Versorgungszentrum werden geleitet von
    Dr. Helmut Timm









    Sehr geehrte Damen und Herren,

    herzlich willkommen in der Krankenhausapotheke und dem Versorgungszentrum des Klinikums Bielefeld. Beide Abteilungen versorgen das Klinikum Bielefeld Mitte und das Klinikum Bielefeld Rosenhöhe mit Arzneimitteln, dem gesamten Medizinischen Bedarf und dem Büro- und Wirtschaftsbedarf.

    Unter dem Medizinischen Bedarf versteht man alle Artikel und Hilfsmittel, die im Krankenhaus zur Versorgung der Patienten benötigt werden. Das Spektrum dieser Artikel reicht z. B. von Einmalspritzen und Heftpflastern bis zu Augenlinsen und Herzschrittmachern.

    Über die Krankenhausapotheke

    Im Unterschied zu einer niedergelassenen Apotheke ist unsere Krankenhausapotheke nur für die Versorgung der Patienten unserer Krankenhäuser zuständig. Die Apotheke ist wirtschaftlich unabhängig und dazu verpflichtet, die Kliniken mit qualitativ hochwertigen Produkten zu versorgen und dabei gleichzeitig auf deren Wirtschaftlichkeit zu achten. Damit dieser hohe Anspruch auch verwirklicht werden kann, stehen die Mitarbeiter der Krankenhausapotheke mit den Ärzten und dem Pflegepersonal in ständigem Kontakt, um die jeweils optimalen Produkte für unsere Patienten auszuwählen.

    Zur Erfüllung dieser Aufgaben arbeiten in der Apotheke Apotheker, Pharmazeutisch-Technische-Assistenten, Pharmazeutisch-Kaufmännische-Angestellte und ein Versorgungs-Team Hand in Hand.

    Alle Apotheker haben eine Weiterbildung absolviert und sind Fachapotheker für Klinische Pharmazie. Dieser hohe Ausbildungsstand und ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit gewährleisten die geforderte Kompetenz und Neutralität bei der Zusammenarbeit mit Ärzten und Pflegepersonal.

    Wir sind in besonderem Maße für die Sicherheit Ihrer Arzneimitteltherapie verantwortlich. Dazu beschreiten wir seit kurzer Zeit neue Wege. Sie erkennen dies daran, dass unsere Patienten jetzt ihre Arzneimittel in kleinen Tüten verpackt erhalten, versehen mit dem Namen der verordneten Arzneimittel, der Dosierung und gegebenenfalls mit Hinweisen zur richtigen Einnahme. Dies erfolgt computergesteuert und automatisiert. Falls Sie interessiert sind, wie die Arzneimittel in die Tüte gelangen, können Sie dies unter der Rubrik * Patientenorientierte Arzneimittelversorgung nachlesen. Weitere interessante Informationen zu unserer Apotheke finden Sie in den folgenden Rubriken, die Sie nur anzuklicken brauchen.

    Gute Besserung wünscht
    Ihr Krankenhaus-Apothekenteam

    Arzneimittelinformation

    Ein umfangreiches Aufgabengebiet der Krankenhaus-Apotheke ist die Beratung des klinischen Fachpersonals zu allen Fragen, die beim Umgang mit Arzneimitteln auftreten.

    Hauptsächlich bekommen wir telephonische Anfragen von Ärzten und dem Pflegepersonal zu praktischen und wissenschaftlichen Problemen:
    • Besonders häufig geht es um die so genannte Substitution; d.h.: Bekommt ein Patient von seinem Hausarzt ein Medikament verordnet, das nicht in unserem Haus zur Verfügung steht, machen wir Alternativvorschläge. Bevorzugt benennen wir ein identisches Produkt, das (von einer anderen Firma unter einem anderen Handelsnamen) in unserem Arzneimittel-Programm geführt ist. Falls kein solches Präparat vorhanden ist, schlagen wir ein ähnlich zusammengesetztes Mittel hoher Qualität mit gleichwertiger Wirkung vor. Auf diese Weise wird neben einer optimalen Arzneimittelversorgung auch der Kostendämpfung Rechnung getragen.
    • Oft beraten wir auch bei praktischen Problemen der Zubereitung eines Arzneimittels vor der direkten Anwendung am Patienten (z.B. beim Lösen und Mischen von Wirkstoffen in einer Infusion), der Teilbarkeit von Tabletten oder der Verabreichung per Sonde.
    • Weitere Fragen beziehen sich auf unerwünschte Wirkungen (Neben-wirkungen) von Arzneimitteln oder auf mögliche (ebenfalls unerwünschte) Wechselwirkungen zwischen mehreren gleichzeitig eingenommenen Medikamenten oder Medikamenten und Nahrungsmitteln.
    Eine Vielzahl der an uns Apotheker gerichteten Fragen können wir aufgrund unserer Ausbildung und der täglichen Routine sofort beantworten. Für schwierigere und nicht alltägliche Probleme steht uns eine eigene Bibliothek in den Apothekenräumen sowie verschiedene elektronische Datenbanken zur Verfügung. Zusätzlich können wir auch auf die größere Ärztebibliothek des Krankenhauses zurückgreifen.

    Arzneimittelherstellung

    In unserer Apotheke werden die meisten Arzneimittel direkt vom Hersteller bezogen und dann an unsere Patienten ausgegeben.

    Darüber hinaus werden aber auch noch eine Reihe von Medikamenten selbst hergestellt.

    Dies ist immer dann notwendig, wenn kein entsprechendes Präparat auf dem Arzneimittelmarkt angeboten wird. Dies ist zum Beispiel häufiger der Fall bei Anforderungen unserer Haut- und Augenklinik. Viele Patienten benötigen dort für ihre Behandlung spezielle Zubereitungen, die dann als sog. Individualrezeptur in der Krankenhausapotheke hergestellt werden.

    Ein weiterer Grund, Arzneimittel selbst herzustellen, sind wirtschaftliche Überlegungen. Häufig ist eine Eigenherstellung preiswerter als der Kauf bei einem Hersteller. So ist unsere Krankenhausapotheke darauf spezialisiert Lösungen herzustellen, die über die Vene verabreicht werden. Dies sind Lösungen, die Eiweiß, Zucker und Salze enthalten und die häufig nach Operationen sowie auf der Intensivstation eingesetzt werden. Derartige Lösungen werden nur in sehr wenigen Krankenhausapotheken hergestellt. Viele Kollegen aus Deutschland absolvieren deshalb bei uns einen Teil ihrer Weiterbildung, da unsere Apotheke anerkannte Weiterbildungsstätte ist.

    Es sind aber auch Überlegungen zum Umweltschutz, die uns dazu geführt haben Produkte selbst herzustellen. Ein Beispiel dafür sind bestimmte Lösungen für unsere Dialyse, die neben einigen Salzen im Wesentlichen nur sehr viel Wasser enthalten. Davon werden allerdings viele tausend Liter pro Jahr benötigt. Würde man dieses "Wasser" bei einem Hersteller kaufen, müssten pro Woche viele Paletten per LKW geliefert werden und obendrein entstünde auch noch sehr viel Abfall in Form von Plastikkanistern. Wir haben deshalb in einem ausgeklügelten System eine Eigenproduktion entwickelt, die nach dem Recyclingverfahren arbeitet. Als "Abfall" entstehen dabei nur noch einige Papieretiketten. Obendrein sparen wir dabei noch eine Menge Geld. Darauf sind wir besonders stolz.

    Arzneimitteluntersuchung

    Wenn man das Untersuchungslabor irgendeiner niedergelassenen Apotheke betritt, erblickt man ein Sortiment zahlreicher kleiner brauner Flaschen mit verschiedenen Chemikalien. Zusammen mit Reagenzgläsern und weiteren Gerätschaften bilden sie den "Werkzeugkasten" zum Untersuchen von Substanzen, die neu in der Apotheke ankommen und zur Weitergabe oder zur Herstellung von Arzneimitteln verwendet werden.

    Das in jeder Küche zu findende Kochsalz heißt z.B. wissenschaftlich Natriumchlorid . Der Fachmann weiß dann schon vom Namen her, dass man in diesem Stoff Natrium und Chlor bzw. Chlorid nachweisen kann. Diesen Vorgang nennt man Identitätsprüfung und genau die kann man zumindest für einfach zusammengesetzte Stoffe wie (Koch-) Salz in jeder normalen Apotheke durchführen.

    Aus Kostengründen, aber auch aufgrund von klinischen Erfordernissen werden in unserer Krankenhausapotheke viele Arzneimittel selbst hergestellt. Die dazu benötigten Rohstoffe bekommen wir zum Teil Grammweise, zum Teil aber auch in Zentnermengen (für die Infusions- und Salbenherstellung) geliefert. Ob 10 g oder 100 kg, jede für die Arzneimittelherstellung benötigte Substanz muss von großer Reinheit sein, so verlangt es nicht nur das Arzneibuch, sondern so erwartet es schließlich auch der Patient; auch der Patient muss sich darauf verlassen können.

    Viele Rohstoffe sind komplizierter zusammengesetzt als das Natriumchlorid. Jeder Rohstoff und jedes daraus hergestellte Arzneimittel werden im Untersuchungslabor unserer Krankenhausapotheke genau unter die Lupe genommen, bevor sie an den Patienten weitergereicht werden. Anspruchsvolle Labor-Geräte wie Photometer oder HPLC (= Hochdruckflüssigchromatographie, P = englisch: "pressure") erleichtern dabei die Arbeit oder ermöglichen z.T. überhaupt erst die Untersuchung.

    So können wir uns als moderne Klinikapotheke jederzeit mit industriellen Standards messen und geben den von uns versorgten Patienten die Sicherheit, bei der medikamentösen Versorgung in unserem Hause in besten Händen zu sein.

    Patientenorientierte Arzneimittelversorgung

    Wir sind in besonderem Maße für die Sicherheit Ihrer Arzneimitteltherapie verantwortlich.
    Dazu beschreiten wir seit kurzer Zeit neue Wege. Sie erkennen dies daran, dass viele unserer Patienten jetzt ihre Arzneimittel in kleinen Tüten verpackt erhalten, versehen mit den Namen der verordneten Arzneimittel, der Dosierung und gegebenenfalls mit Hinweisen zur richtigen Einnahme. Dies erfolgt computergesteuert und automatisiert.

    Wie kommt nun die richtige Tablette in die Tüte?

    Die Schwestern und Pfleger auf den Stationen geben die Medikation der Patienten in den Computer ein. Der Stationsarzt kontrolliert die Eingabe und die Daten werden in die Apotheke gesendet. Nach einer weiteren Kontrolle durch einen Apotheker werden die Tabletten mit Hilfe eines Kommissionierautomaten, der in der Größe einem normalen Kleiderschrank entspricht, verpackt. Der Automat enthält 212 verschiedene Behälter, in denen je eine Sorte Tabletten, Dragees oder Kapseln liegen. Auf Computerbefehl werden für jeden Patienten die individuell benötigten Arzneimittel abgerufen, rollen durch einen Schacht in eine kleine Plastiktüte und werden eingeschweißt. Auf jeder Plastiktüte stehen der Name und Vorname des Patienten, die Namen der Arzneimittel (z.B. ASS 100 mg) und ggf. Hinweise, wann die Tabletten eingenommen werden sollen (z.B. vor oder nach dem Essen).

    Warum haben die Städtischen Kliniken sich entschlossen einen Kommissionierautomaten anzuschaffen?

    Die Verpackung einzelner Tabletten, Kapseln oder Dragees für einen Patienten wird in den USA und England schon seit über 20 Jahren vorgenommen und ist dort unter dem Namen "Unit-Dose" (= Einzeldosis) bekannt. In Deutschland ist dieses "Unit-Dose-System" nur wenig verbreitet, obwohl sehr viele Gründe für ein solches System sprechen. Die medikamentöse Therapie der Patienten wird von drei unterschiedlichen Berufsgruppen - Pflege, Ärzte und Apotheker - kontrolliert. Dadurch wird für den Patienten die Sicherheit einer optimalen Arzneimitteltherapie (die richtige Tablette in der richtigen Dosierung, zum richtigen Zeitpunkt, auf unerwünschte Wirkungen geprüft und sicher und hygienisch verpackt) gesteigert.

    Als weiterer Punkt ist die Wirtschaftlichkeit zu nennen. Die Arzneimittellager auf den Stationen werden verringert und es werden nicht mehr einzelne Packungen von teuren Arzneimitteln angefordert, die nach Erreichen des Verfalldatums weggeworfen werden müssen. Erfahrungen aus anderen Krankenhäusern, die auch ein "Unit-Dose-System" eingeführt haben, zeigen, dass dadurch ca. 10 % des Arzneimittelbedarfs eingespart werden konnten.

    Zytostatikazubereitung

    Was sind Zytostatika?

    Zytostatika sind Arzneistoffe, die eine entwicklungshemmende Wirkung auf Körperzellen haben. Diese Hemmung beeinflusst die normale Zellteilung und im Besonderen die Zellteilung von Tumorzellen. Tumorzellen haben eine höhere Zellteilungsrate bzw. einen schnelleren Teilungsryhthmus als normale Körperzellen.

    Dadurch gelingt es, die entarteten Zellen abzutöten oder in ihrem Wachstum zu hemmen.

    Die Zubereitung von Zytostatika

    Von jedem Patienten, der eine Chemotherapie erhalten soll, bekommt die Apotheke einen individuellen Therapieplan, der vom behandelnden Arzt aufgestellt wird. Hier sind die genauen Dosierungen der zu verabreichenden Zytostatika aufgeführt. Die Dosierung richtet sich in der Regel nach dem Körpergewicht des Patienten und dem Gesundheitszustand. In der Apotheke werden die Zytostatika in bestimmten Verdünnungsmitteln gelöst oder weiterverarbeitet, so dass anwendungsfertige Lösungen entstehen, die dann direkt beim Patienten injiziert oder per Infusion verabreicht werden können.
    Diese Arbeiten dürfen grundsätzlich nur von geschultem Apothekenpersonal, in speziell dafür geeigneten Arbeitsräumen und Sicherheitswerkbänken durchgeführt werden. Alle Arbeitsschritte werden lückenlos dokumentiert.

    Im Anschluss an die Zubereitung werden die gebrauchsfertigen Lösungen in speziellen Transportbehältern vom Service der Apotheke bis auf die Station geliefert.

    Wichtige Informationen zu Ihrer Arzneimittel-Therapie

    wir möchten Ihnen erklären, warum Sie manchmal im Krankenhaus nicht dieselben Medikamente wie zu Hause erhalten.

    Sie sind zur stationären Behandlung in unser Krankenhaus aufgenommen worden. Von Ihrem Hausarzt wurden Ihnen Medikamente verordnet, die Sie vielleicht schon seit vielen Jahren einnehmen und gut vertragen. Im Krankenhaus kommt es manchmal vor, dass Sie nicht dieselben Arzneimittel wie zu Hause erhalten. Wir möchten Ihnen dies hiermit erklären, damit Sie sich keine Sorgen machen müssen:

    Jedes Medikament besteht aus einem oder mehreren Wirkstoffen. Ein- und derselbe Wirkstoff wird manchmal unter mehr als zwanzig verschiedenen Namen mit identischer Zusammensetzung verkauft. Form und Farbe der Tabletten sind dabei oft genau so unterschiedlich wie der Name oder die äußere Verpackung. Trotzdem handelt es sich jeweils um identisch wirkende Medikamente.

    Unser deutsches Arzneimittelgesetz garantiert, dass diese Medikamente in Qualität und Wirksamkeit gleich sein müssen. Der freie Wettbewerb in unserem Land ermöglicht es, so viele Medikamente mit anderen Namen, die aber die gleiche Zusammensetzung haben, auf den Markt zu bringen. Von diesen austauschbaren Arzneimitteln wird in der Klinik jeweils nur ein Präparat vorrätig gehalten. So werden Sie es vielleicht erleben, dass Sie hier im Hause Medikamente mit anderem Namen erhalten als bisher (viele Patienten kennen dies übrigens schon von ihrem Hausarzt).

    Darüber hinaus ist es im Krankenhaus manchmal nötig, dass zusätzliche Arzneimittel verordnet werden, oder andere Ihnen vertraute Arzneimittel weggelassen werden. All dies geschieht natürlich stets auf ärztliche Anordnung. Unter Aufsicht des Klinikapothekers wird sichergestellt, dass Sie stets die richtigen Medikamente in der richtigen Dosierung erhalten.

    Bei Entlassung aus dem Krankenhaus erhalten Sie dann eine Liste der zuletzt verordneten Medikamente, und auch hier ist es wieder möglich, dass Ihr Hausarzt die Krankenhausmedikamente durch andere Arzneimittel ersetzt. Da zwischen Krankenhausärzten und Ihrem weiter betreuenden Arzt ein reger Informationsaustausch stattfindet, ist gewährleistet, dass Sie stets optimal therapiert werden.

    Gute Besserung wünscht Ihnen
    Das Ärzteteam ihrer Klinik und das Team der Klinikapotheke



    • Kontakt zur Klinik
      Klinikum Mitte
      Zentrale

      Telefon: 05 21. 5 81 - 0
      Telefax: 05 21. 5 81 - 20 99

      Anschrift
      Teutoburger Straße 50
      D-33604 Bielefeld

      Email
      info@klinikumbielefeld.de



      Klinikum Rosenhöhe
      Zentrale

      Telefon: 05 21. 9 43 - 50
      Telefax: 05 21. 9 43 - 70 99

      Anschrift
      An der Rosenhöhe 27
      D-33647 Bielefeld

      E-Mail
      info@klinikumbielefeld.de