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  • Bilanz 2009

    Klinikum Bielefeld: Erfolgreiches Wachstum

     

    • Patientenzahlen stark angestiegen
    • Umsatzerlöse überdurchschnittlich gewachsen
    • Mitarbeiterzahlen erheblich gesteigert
    • 37 Millionen Euro Investitionen seit 2004
    • Betriebsergebnis massiv verbessert
    Das Klinikum Bielefeld setzt konsequent auf Wachstum. Alle Kennziffern bestätigen eine erfolgreiche Strategie. In 20 Fachkliniken an den beiden Standorten Bielefeld-Mitte und Bielefeld-Rosenhöhe wurden in 2009 mehr als 40.000 Patienten stationär und über 70.000 Patienten ambulant behandelt. Seit dem 1. Januar 2010 ist das Klinikum Halle mit 6 Fachkliniken bei 6500 stationären und 8400 ambulanten Patienten der dritte Standort des Klinikums Bielefeld.


    Neben diesen drei Standorten gehören zum Klinikum Bielefeld inzwischen 5 Tochtergesellschaften bzw. Beteiligungen an anderen Gesellschaften. Das Klinikum hat sich in den Jahren zu einem Konzern entwickelt.


    Abb. 1

    (Chart 1: Konzernstruktur)

     


    Patientenzahlen stark angestiegen

    Die Patientenzahlen konnten seit 2004 kontinuierlich gesteigert werden: Wurden im Jahr 2004 knapp 33.500 Patienten stationär versorgt, waren es in 2009 bereits über 40.000; eine Steigerung von 20 %.

     

    Auch die Zahl der ambulant behandelten Patienten hat sich seit 2004 massiv um 30 % erhöht. Waren es im Jahr 2004 noch rd. 52.000 Patienten, die ambulant behandelt wurden, so waren es in 2009 fast 72.000.

     

    Für das Jahr 2010 werden - inklusive Halle - rd. 47.000 Patienten stationär und über 80.000 Patienten ambulant behandelt werden. 


    Abb. 2

    (Chart 2 : Fallzahlen stationär)


     Abb. 3

    (Chart 3: Fallzahlen ambulant)



    Umsatzerlöse überdurchschnittlich gewachsen

    Die massive Ausweitung der Patientenzahlen sowie der deutlich höhere Schweregrad im Krankheitsbild der behandelten Patienten schlägt sich auch im Umsatz des Unternehmens Klinikum Bielefeld nieder.

     

    Wurde im Jahr 2004 ein Umsatz von knapp 112 Millionen Euro erwirtschaftet, waren es in 2009 rd. 150 Millionen Euro (= 34 %). Allein im letzten Jahr konnte gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von 8,2 % erzielt werden. Für 2010 ist ein Umsatz von rd. 180 Millionen Euro geplant. Gegenüber 2004 entspricht dieses einer Steigerung von 61 %.


    Abb. 4

    (Chart 4: Umsatzvolumen)

     


    Mitarbeiterzahlen erheblich gesteigert

    Die stark gestiegenen Patientenzahlen und die überdurchschnittliche Wachstumssteigerung haben dazu geführt, dass das Klinikum Bielefeld im Jahr 2009 deutlich mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als noch 2004 beschäftigt. In Vollkräften umgerechnet waren im Jahr 2004 1.826 Mitarbeiter und in 2009 2.125 Mitarbeiter voll sozialversicherungspflichtig und tarifgebunden beschäftigt. Das Klinikum hat damit in diesem Zeitraum 299 Arbeitsplätze geschaffen. Allein im ärztlichen und pflegerischen Bereich sind im Jahr 2009 wieder rd. 50 neue Arbeitsplätze hinzu gekommen.

     

    Auch für das Jahr 2010 ist die Einstellung von weiteren 50 neuen Mitarbeitern geplant.

     

    Zusammen mit dem Klinikum Halle werden es dann mehr als 2.300 qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein, die an 365 Tagen 24 Stunden am Tag die Versorgung der Patienten in der Region Ostwestfalen-Lippe und weit darüber hinaus sicherstellen.


    Abb. 5


    Abb. 6

    (Chart 5: Beschäftigte)

     


    Investitionen seit 2004: Rd. 37 Millionen Euro

    Nach der in Deutschland gesetzlich festgelegten dualen Krankenhausfinanzierung sind die Länder gesetzlich verpflichtet, eine ausreichende Investitionsfinanzierung sicherzustellen.

     

    „Dieser Verpflichtung kommen die Länder schon seit langem nicht mehr nach. NRW ist hier seit Jahren schon ein trauriges Schlusslicht. Die Konsequenz für uns heißt, dass wir zunehmend selbst Investitionen aus Eigenmitteln oder durch Aufnahme von Fremdkapital finanzieren müssen. So haben wir z. B. in 2009 eine neue Zentralsterilisation eingerichtet. Die Kosten von etwa 3,5 Millionen Euro sind vollständig selbst finanziert worden“, stellt Dr. Johannes Kramer fest.

    Das Klinikum Bielefeld hat in den vergangenen Jahren erheblich in die medizinische Infrastruktur des Hauses investiert, so - ein anderes Beispiel - etwa in eine neue Röntgenabteilung mit modernsten Geräten am Standort Mitte oder in die Modernisierung der Stationen am Standort Rosenhöhe.

     

    In den Jahren 2004 - 2009 sind so rd. 37 Millionen Euro investiert worden. In 2010 werden wir für die drei Standorte weitere 10 Millionen Euro investieren.


    Abb. 7

    (Chart 6: Investitionen)

     


    Betriebsergebnis massiv verbessert

    Auch das Betriebsergebnis, also der Gewinn vor Steuern, Investitionen und Zinsen (sog. EBITA) konnte im Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr um rd. 20 % auf ca. 4,3 Millionen Euro gesteigert werden. Im Vergleich zu 2004 mit ca. 0,8 Millionen Euro entspricht dies einer Steigerung von 438 %.

     

    Für dieses Jahr ist ein Gewinn von rd. 5 Millionen Euro geplant, was im Vergleich zu 2004 einer Steigerung von 525 % entspricht.


    Abb. 8

    (Chart 7: Betriebsergebnis)

     


    Dieser auch im Vergleich zu anderen Krankenhäusern hohe Gewinn ist erforderlich, um die Steuern, die eben genannten hohen Investitionen und insbesondere die Zinsbelastung finanzieren zu können.

     

    „Die Belastung mit Steuern steigt, weil die Finanzämter seit einiger Zeit systematisch die Krankenhäuser nach zusätzlichen Einnahmequellen hin untersuchen. Das Steuerrecht entspricht nicht den vom Gesetzgeber gewollten und im Sozialgesetzbuch beschriebenen Anforderungen an die Krankenhäuser. Des weiteren hat sich unsere der Besteuerung unterliegende wirtschaftliche Geschäftstätigkeit ausgeweitet“, kommentiert Dr. Johannes Kramer diese Entwicklung.

     

    Während die Belastung durch Steuern und Investitionsfinanzierung alle Krankenhäuser ähnlich trifft, ist die hohe Zinsbelastung - sofern sie nicht der Kapitalaufnahme für Investitionen dient - vor allem ein hausspezifisches Problem des Klinikum Bielefeld. Seit der GmbH-Gründung 1997 hat das Unternehmen zwei „Altlasten“ zu tragen:

     

    Das Klinikum ist mit zu geringem Eigenkapital (ohne die VBL-Belastung rd. 11 %) ausgestattet worden. Um die Liquidität sicher zu stellen, ist ein entsprechend hoher Betriebsmittelkredit erforderlich, dessen Zinsen das Klinikum zu tragen hat.

     

    Ebenso hat das Klinikum die Regelung der betrieblichen Altersversorgung der Stadt übernehmen müssen. Die Versorgungskasse des Bundes und der Länder (VBL) ist als Umlagesystem organisiert und mit fast 10 % der Entgelte eine sehr teure Einrichtung; auch im Vergleich zu anderen als Umlagesystem organisierten Altersvorsorgeeinrichtungen, denen andere Krankenhäuser angehören.

     

    Das Klinikum Bielefeld ist deshalb 2006 aus der VBL ausgestiegen und in ein Kapitaldeckungssystem der ZKW eingestiegen. Der für den Ausstieg zu zahlende Gegenwert für die bis dahin aufgelaufenen Versorgungsansprüche der Mitarbeiter ist mit Aufnahme eines Bankdarlehens in Höhe von 57 Millionen Euro abgesichert worden. Die Zins- und Tilgungszahlen trägt allein das Klinikum.

     

    Vor allem wegen dieser beiden Sondereffekte, aber auch wegen der hohen Investitionen, reduziert sich das Betriebsergebnis, der Gewinn im Kerngeschäft, auf einen Bilanzgewinn in 2009 auf gut 0,4 Millionen Euro.  Für 2010 ist ein Bilanzgewinn von rd. 1,1 Million Euro geplant.

     

    Fazit und Bewertung

    „Unsere vor Jahren im Aufsichtsrat abgesprochene Wachstumsstrategie wird durch die aufgezeigte Entwicklung nachdrücklich bestätigt. Sie verläuft gegen den bundesweiten Trend. Wir müssen selbst den Vergleich mit privaten Klinikketten nicht scheuen. Mit unserer breiten Klinikstruktur sind wir wettbewerbsfähig und zukunftsorientiert aufgestellt. Wegen unserer kompetenten Ärzte und Pflegekräfte sichern wir eine hohe Qualität und haben daher ein hohes Nachfragepotential. Die Fusion mit dem Klinikum Halle ist sichtbarer Ausdruck unserer Stärke und Expansionskraft. Vor diesem Hintergrund sind wir davon überzeugt, die Wachstumsstrategie auch in den nächsten Jahren fortsetzen zu können“, kommentiert der Aufsichtsratvorsitzende des Klinikums Bielefeld, Detlef Werner, die positive Entwicklung.



    Charts:

    Unternehmenskommunikation: Ute Kirstein und Ralf Weidner


    • Kontakt
      Klinikum Bielefeld Mitte
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      Telefon: 05 21. 5 81 - 0
      Telefax: 05 21. 5 81 - 20 99

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