Selbsthilfe
Das Klinikum
Bielefeld kooperiert derzeit mit 18
gesundheitsbezogenen Selbsthilfegruppen. Die Kooperation wird seit 2008 im
Rahmen des Projektes „Selbsthilfefreundliches Gesundheitswesen“ systematisch
und strukturiert weiterentwickelt. Gefördert wird das Projekt durch den BKK
Bundesverband und besteht in Trägerschaft des Paritätischen NRW. Das Ziel ist,
als erstes Krankenhaus in NRW die Auszeichnung „Selbsthilfefreundliches
Krankenhaus NRW“ für die Umsetzung von acht Qualitätskriterien zur Selbsthilfefreundlichkeit zu erhalten. Wie
die Qualitätskriterien für ein selbsthilfefreundliches Krankenhaus über
geeignete Maßnahmen in den praktischen Alltag umgesetzt werden können, wird im
Qualitätszirkel erarbeitet. Dies geschieht durch die Selbsthilfebeauftragte
gemeinsam mit den Selbsthilfegruppen unter Moderation und Koordination der
Selbsthilfe-Kontaktstelle Bielefeld.
So wird mittlerweile bereits während des Krankenhausaufenthaltes von Mitarbeitern des Klinikums über die Teilnahmemöglichkeit an Selbsthilfegruppen informiert. Außerdem stehen für Patienten und Angehörige Materialien der Selbsthilfegruppen mit weiterführenden Informationen bereit.
Selbsthilfegruppen sind Zusammenschlüsse von Betroffenen oder Angehörigen, die gemeinsam versuchen Krankheiten oder psychische bzw. soziale Probleme zu bewältigen. Mit Hilfe der Gruppe sollen persönliche Lebensumstände verbessert werden, indem versucht wird, die soziale und persönliche Isolation aufzuheben. Selbsthilfegruppen werden dabei nicht von Ärzten oder Therapeuten geleitet, sondern meist von Menschen, die selbst betroffen sind. Professionelle aus dem Gesundheitswesen werden zu bestimmten Fragestellung heran gezogen oder halten Vorträge. Besonders, wenn Patienten an einer chronischen Erkrankung leiden, die das bisherige Leben verändert, kann eine Selbsthilfegruppe hilfreich sein. Hier finden Betroffene Gleichgesinnte, die mit Rat und Tat zur Seite stehen können, da sie bereits persönliche Erfahrungen mit einer Problemsituation gemacht haben.
„Ich hätte nie vermutet, dass ich einmal ernsthaft erkranke. Die Diagnose „Krebs“ hat mich umgeworfen, trotz erfolgreicher Chemotherapie hatte ich keinen Boden mehr unter den Füßen. In der Selbsthilfegruppe wurde ich aufgefangen, alleine wäre ich aus dem Tief nicht herausgekommen.“
Aussage eines Mitgliedes einer Krebs-Selbsthilfegruppe
(Quelle: Selbsthilfe-Kontaktstelle Bielefeld)
Durch dieses
Zitat wird deutlich, dass eine Selbsthilfegruppe Betroffenen Sicherheit,
Geborgenheit und Verständnis entgegen bringen und damit helfen kann, die
veränderten Lebensumstände zu akzeptieren und mit ihnen Leben zu lernen. In den
gemeinsamen Treffen geht es um Wissenserwerb, Erfahrungsaustausch, emotionale
Unterstützung oder Hilfe bei Veränderungen. Besonders auf den psychosozialen
Bereich hat die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe positive Auswirkungen. Die
vielfach erlebte emotionale und soziale Isolation durch die Krankheit wird
aufgehoben. Manchmal entstehen auch private Kontakte, die weit über die
Gruppenzugehörigkeit hinaus Bestand haben.In Selbsthilfegruppen findet sich Erfahrungswissen im Umgang mit der Erkrankung. Örtliche Selbsthilfegruppen sind teilweise auch Ortsgruppen von Landes- oder Bundesverbänden der Selbsthilfe. Beispiele hierfür sind die Deutsche Rheuma Liga e.V., die Deutsche ILCO e.V., die Suchtselbsthilfeverbände oder die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft e.V. Diese arbeiten häufig eng mit Ärzten und Wissenschaftlern zusammen, die teilweise auch Mitglieder in den Vorständen der Verbände oder der wissenschaftlichen Beiräte sind.
In Bielefeld bestehen ca. 250 Selbsthilfegruppen zu diversen Themen, von denen derzeit 18 mit dem Klinikum kooperieren. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle Bielefeld, ebenfalls Kooperationspartnerin des Klinikums, ist die zentrale Anlaufstelle für alle Interessierten. Hier können sich Bürger über Selbsthilfe informieren, eine konkrete Selbsthilfegruppe suchen oder Informationen zur Gründung einer neuen Gruppe erhalten. Die Kontaktdaten der Selbsthilfe-Kontaktstelle sind hier auf der Seite im rechten Bereich zu finden.
Bei Fragen zu Selbsthilfegruppen im Klinikum Bielefeld steht die Selbsthilfebeauftragte im Patienten-Informations-Zentrum (PIZ) im Klinikum Mitte gerne zur Verfügung. Die Kontaktdaten sind hier auf der Seite im rechten Bereich zu finden.
Kooperierende Selbsthilfegruppen mit dem Klinikum BielefeldAdP e.V. - Bauchspeicheldrüsenerkrankte„Aktiver Pflegetreff“ - Selbsthilfegruppe für Menschen in Pflegesituationen
Anonyme Alkoholiker [mehr...]
Bezirksverein Bielefeld im Bundesverband der Kehlkopflosen e.V. - Wassertherapiegruppe
Defi- Selbsthilfe OWL
Deutsche ILCO e. V. - Selbsthilfevereinigung für Stomaträger und Menschen mit Darmkrebs [mehr...]
Deutsche Sarkoidose-Vereinigung
Endometriose Selbsthilfegruppe
Herzpatienten im Gespräch - Selbsthilfegruppe für Gespräche und Informationen in Bielefeld [mehr...]
Kreuzbund Gruppe - Suchtselbsthilfegruppe für Alkohol und Medikamente
Lungenemphysem-COPD
Osteoporose Selbsthilfegruppe Bielefeld - Trockengymnastik und Wassergymnastik
PCOS Selbsthilfe - Selbsthilfegruppe für Frauen mit dem Polyzystischen Ovarial-Syndrom
„Positiv Denken“ - Frauen mit gynäkologischen Krebserkrankungen
Selbsthilfegruppe für Amputierte OWL e.V.
Selbsthilfegruppe Lungenkrebs
Ungewollt kinderlose Frauen und Paare
Viktoria e.V. - Vereinigung der Selbsthilfe- und Sportgruppen für Frauen nach Krebs
- Gymnastik und Wassergymnastik
- Selbsthilfegruppen
Informationen zu Gruppentreffen und Ansprechpartnern sind in der Selbsthilfe-Kontaktstelle Bielefeld oder im Patienten-Informations-Zentrum im Klinikum Mitte in Bielefeld erhältlich.
UnterstützungsangeboteIn Deutschland werden Menschen durch verschiedene überregionale Einrichtungen in allen Fragen zur Selbsthilfe unterstützt.Die NAKOS, die Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen, ist eine bundesweite Aufklärungs-, Netzwerk- und Serviceeinrichtung im Feld der Selbsthilfe. Die Hauptaufgabe der NAKOS besteht in genereller Aufklärungsarbeit über Möglichkeiten der Selbsthilfe für Betroffene und Angehörige. Dafür werden themenübergreifend Informationen über Möglichkeiten und Nutzen von Selbsthilfegruppen entwickelt und veröffentlicht.
Menschen, die außerhalb Bielefelds nach einer Selbsthilfegruppe suchen, können sich bei der NAKOS über Teilnahmemöglichkeiten in der Nähe ihres Wohnortes informieren. Außerdem hält der Internetauftritt der NAKOS weitere Informationen bereit. Die Kontaktdaten der NAKOS sind hier auf der Seite im rechten Bereich zu finden.
Der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband bietet mit dem Projekt Selbsthilfenetz eine Hilfestellung für Patienten, die nach einer Selbsthilfegruppe in Nordrhein Westfalen suchen, indem es zu örtlichen Selbsthilfegruppen vermittelt. Auf der Internetpräsenz sind mehrere 1.000 Selbsthilfegruppen vertreten, die nach über 600 Stichworten und Orten sortiert sind. Außerdem präsentieren sich Selbsthilfeorganisationen und die lokalen Selbsthilfe-Kontaktstellen auf der Internetseite des Selbsthilfenetzes. Das Selbsthilfenetz bietet zahlreiche Informationen, Tipps und Arbeitsmaterialien rund um das Thema Selbsthilfe in Nordrhein-Westfalen. Die Kontaktdaten des Selbsthilfenetzes sind hier auf der Seite im rechten Bereich zu finden.
KontaktSelbsthilfe-Kontaktstelle Bielefeld
Telefon: 05 21. 96 406 96
Fax: 05 21. 96 406 97
Anschrift
Stapenhorststr. 5
33615 Bielefeld
E-Mail
selbsthilfe-bielefeld@paritaet-nrw.org
Internet
Öffnungszeiten
Montag, Mittwoch und Donnerstag: 10.00 bis 13.00 Uhr,
Dienstag: 15.00 bis 18.00 Uhr
und nach Vereinbarung
KontaktPatienten-Informations-Zentrum (PIZ)
Telefon: 05 21. 5 81 - 22 77
Anschrift
Klinikum Bielefeld Mitte
Patienten-Informations-Zentrum (PIZ)
Teutoburger Straße 50
D-33604 Bielefeld
E-Mail
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag:
09.00 bis 12:00 Uhr und
13.00 bis 16.00 Uhr,
Freitag bis 15.00 Uhr
und nach Vereinbarung
KontaktDeutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband
Selbsthilfenetz
NAKOS
Telefon: 0 30. 31 01 89 60
Fax: 0 30. 31 01 89 70
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Wilmersdorfer Str. 39
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