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Aktuelles
Die Bielefelder Tageszeitungen und die elektronischen Medien haben seit Tagen fast nur ein Thema: Die neue Kooperation zwischen dem Klinikum Bielefeld und dem DSC Arminia Bielefeld. Das Thema hat die Bielefelder Öffentlichkeit sehr bewegt und aufgewühlt. An den drei Standorten - Klinikum Mitte, Klinikum Rosenhöhe und Klinikum Halle - wird ebenfalls heftig darüber diskutiert:
Darf ein städtisches Klinikum mit einem Profifußballverein eine solche Geschäftsvereinbarung treffen?
Darf dies vor dem Hintergrund des Spardiktats der öffentlichen Haushalte und der immensen Probleme im Gesundheitswesen geschehen?
Ist dies vor dem Hintergrund der Diskussion um die Erhöhung der Krankenkassenbeiträge angemessen?
Hier die Fakten:
Das Klinikum Bielefeld und der DSC Arminia Bielefeld kooperieren. Die Arminen lassen akut verletzte Spieler zukünftig im Klinikum behandeln und auch weitere vom DSC benötigte sportmedizinische Leistungen werden künftig durch das Klinikum Bielefeld erbracht. Schwerpunktmäßig mit der Versorgung betraut sind Chefarzt Dr. Alexander Rübberdt und der neue Sportmediziner Dr. Ingo Meyer von der Klinik für Unfallchirurgie. Im Gegenzug erhält Arminia Bielefeld vom Klinikum Bielefeld ein Darlehn in Höhe von 250.000 Euro, das mit 2 % verzinst wird. Das Darlehn ist innerhalb von 3 Jahren fällig. Wichtig zu wissen ist auch, dass keine Spieler von Arminia Bielefeld auf der Lohnliste des Klinikums stehen. Das Klinikum ist auch nicht ins Transfergeschäft eingestiegen und schon gar nicht Sponsor des Fußballzweitligisten. Unter dem Strich heißt das, das Unternehmen Klinikum Bielefeld hat mit dem Unternehmen DSC Arminia Bielefeld ein Geschäft gemacht.
Die Kooperation mit Arminia Bielefeld ist eine große Chance für das Klinikum. In Zusammenarbeit mit Arminia Bielefeld kann die absolute medizinische Kompetenz des Klinikums auch in diesem Bereich, der Sportmedizin, unter Beweis gestellt werden: Für Spitzensportler und für Breitensportler.
Natürlich gibt es auch innerhalb des Unternehmens unterschiedliche Meinungen zu der Zusammenarbeit: Rüdiger Freudenberg vom Betriebsrat stellt folgende Fragen an Geschäftsführer Dr. Johannes Kramer: „Woher kommt das Geld für die Maßnahme? Was erwarten wir als Klinikum von dem Deal? Welche Auswirkungen sind für die Mitarbeiter zu erwarten?“ Fragen, die in Mitarbeiterversammlungen beantwortet werden. Prof. Dr. Holger Sudhoff, Chefarzt der HNO Klinik meint: „An meiner alten Arbeitsstätte in Bochum haben wir sehr intensiv mit dem VfL Bochum zusammengearbeitet. Das war eine gute Sache.“ Und der ärztliche Direktor des Klinikums Dr. Joachim Feldkamp sagt dazu: „Eine Zusammenarbeit mit Arminia kann eine gute Chance für die Weiterentwicklung der Sportmedizin werden.“
Klar ist, dies ist ein völlig neuer Weg, aber die verantwortlichen Ärzte und die Geschäftsführung sind sich sicher: hierdurch wird das Klinikum noch bekannter, wird sich einen Namen in der Sportmedizin machen und so neue Patienten gewinnen.
Foto:v.l.n.r. Dr. Ingo Meyer, Dr. Alexander Rübberdt, Dr. Johannes Kramer (alle Klinikum Bielefeld), Heinz Anders (Kfm. Geschäftsführer Arminia Bielefeld), Detlev Dammeier (Sport Geschäftsführer Arminia Bielefeld) auf der PK am 3. Februar 2010 in der Schüco-Arena.
Verfasst von Axel Dittmar am 04.02.2010
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