Rolf Tubbesing (Stellv. Betriebsratsvorsitzender), erklärt für den Betriebsrat des Klinikums Bielefeld:
„Zunächst ist festzustellen, dass es sich bei der Entscheidung zur Kooperation um eine unternehmerische Entscheidung handelt. Das Klinikum Bilefeld unterhält auch in anderen Bereichen externe Kooperationen.
Als Betriebsrat haben wir keinen direkten Einfluß darauf, ob ein Kooperationsvertrag geschlossen wird oder nicht. Die Auswirkungen dieser Kooperation auf die Beschäftigten wird der Betriebsrat aufmerksam prüfen und bei gegebenem Anlass entsprechend tätig werden.
Die gesundheitspolitischen Zwänge und die allgemeinen Rahmenbedingung fordern zu kreativem Handeln auch im Krankenhaussektor heraus. Die bisherige Wachstumsstrategie des Klinikum Bielefeld die unter anderem in Kooperationen ihren Ausdruck findet, sichert zum einen den Erhalt der Kliniken als kommunales Krankenhaus, zum anderen trägt diese Wachstumsstrategie zum Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen bei.
Da diese Kooperation nicht aus Finanzmitteln finanziert werden, die dem normalen Tagesgeschäft zur Verfügung stehen, sind keine negativen Auswirkungen auf die finanzielle Ausstattung des Personalbudgets zu befürchten.
Vor diesem Hintergrund steht der Betriebsrat grundsätzlich der Wachstumsstrategie des Unternehmens positiv gegenüber.
Kritisch anzumerken ist die wenig optimale Informationspolitik der Klinikleitung den Beschäftigten gegenüber. In einer Sitzung des Wirtschaftsausschusses ist der Betriebsrat über die Kooperation nachträglich ausführlich informiert worden. Hier erwartet der Betriebsrat für die Zukunft ein anderes Verhalten.
Zudem werden Mitarbeiterversammlungen an den einzelnen Standorten durchgeführt. Herr Dr. Kramer wird dort Fragen des Betriebsrates und der Beschäftigten beantworten.
Der Betriebsrat des Klinikums Bielefeld bedankt sich bei den Bürgerinnen und Bürgern für die gezeigte Solidarität und das Verständnis für die schwierigen und anspruchsvollen Arbeitsbedingungen im Unternehmen Krankenhaus.“
Dr. Johannes Kramer, Geschäftsführer des Klinikum Bielefeld, zur Erklärung des Betriebsrates des Klinikums Bielefeld:
„Die Bielefelder Tageszeitungen und die elektronischen Medien haben seit Tagen fast nur ein Thema: Die neue Kooperation zwischen dem Klinikum Bielefeld und dem DSC Arminia Bielefeld. Das Thema hat die Bielefelder Öffentlichkeit sehr bewegt und aufgewühlt, auch an unseren drei Standorten in Mitte, Rosenhöhe und Halle wird heftig darüber diskutiert. Im Rahmen der Gespräche im Wirtschaftsausschuss des Klinikums habe ich mit den Mitgliedern des Betriebsrates intensiv über die Kooperation mit dem DSC Arminia gesprochen. Darüber hinaus habe ich die Anregung des Betriebsrates gerne aufgenommen, in der kommenden Woche an unseren Standorten in Bielefeld Mitte, Bielefeld Rosenhöhe und dem Klinikum Halle mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über das Projekt zu diskutieren. Darüber hinaus danke ich dem Betriebsrat für die faire und konstruktive Diskussion.“
Aktuelles
Stellungnahme des Betriebsrates zur Kooperation mit dem DSC Arminia Bielefeld sowie Stellungnahme des Geschäftsführers
Verfasst von Klinikum Bielefeld am 05.02.2010
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