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    Rübberdt_Schede"Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel". Mit diesem Zitat von Paul Watzlawick eröffnete der leitende Arzt des Wirbelsäulenzentrums Bielefeld, Christoph P. Schede, das 1. Bielefelder Wirbelsäulensymposium, das am 25. November im Bielefelder Hotel Mövenpick stattfand.

    In dieser Veranstaltung für Orthopäden, Neurochirurgen und Unfallchirurgen ging es um moderne Versorgungskonzepte in der Wirbelsäulenchirurgie. Dass dort modernste und vielfältige "Werkzeuge" und Methoden eingesetzt werden, belegten die Referenten nicht nur durch eindrückliche Bildvorträge, sondern auch durch präzise Erläuterungen und Erfahrungsberichte.

    So hat sich Dr. Carsten Bochwitz aus Magdeburg dem Thema "Dorsale Instrumentation und Spondylodese unter Aspekten der Reduktion" gewidmet und in seinem interessanten und kurzweiligen Vortrag unter anderem gezeigt, wie sich Krankheitsbilder der Wirbelsäule mit posterioren Fixateursystemen behandeln lassen.

    Christoph Schede hat diese Einschätzungen mit den Erfahrungen aus dem Wirbelsäulenzentrum Bielefeld in Bild und Vortrag ergänzt. Er stellte insbesondere seine angewandte minimal-invasive Technik, ein perkutanes Stabsystem insbesondere für die Lendenwirbelsäule vor, die mit geringem Op Trauma und geringer Op Zeit auskommt. Die Patienten haben im postoperativen Verlauf weniger Schmerz und lassen sich schneller mobilisieren als mit herkömmlichen Verfahren.

    Dr. René Orler aus der Schweiz vom Spital Schwyz referierte zu den "Möglichkeiten und Grenzen der Vertebroplastie". Die Vielfalt der angewandten Methoden, verletzte oder degenerativ veränderte Wirbelkörper wieder aufzurichten und sein großer Erfahrungsreichtum beeindruckte hier die Hörerschaft.

    Als Schlussreferent stellte der Chefarzt der Unfallchirurgischen Klinik am Klinikum Bielefeld, Dr. Alexander Rübberdt, moderne Versorgungskonzepte insbesondere in der Akut- und Alterstraumatologie vor. Hier komme es ihm besonders auf die Verzahnung von Diagnose, Therapie und stationärer Rehabilitation an. Die hochmodernen eingesetzten technischen Geräte wie 3D-Bildwandler und minimal-invasive 3D-Navigationen verbessern die Versorgung erheblich. Wichtig sei es aber auch, konzeptionell zu denken und insbesondere bei älteren Patienten eine intensive Nachbehandlung einzuleiten.

    Die sich jeweils nach zwei Vorträgen anschließenden Diskussionen zeigten das große Interesse der etwa 30 anwesenden Ärztinnen und Ärzte, mit den referierenden Kollegen ins Gespräch zu kommen. Das positive Echo der Teilnehmer lässt sicher ein "2. Bielefelder Wirbelsäulensymposium" erwarten.

    Zu den Referenten:

    Carsten Bochwitz ist Facharzt für Orthopädie am Universitätsklinikum Magdeburg.

    René Orler ist Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates und Mitglied im Chefärztegremium der Klinik für Chirurgie/Orthopädie des Spitals Schwyz (CH).

    Alexander Rübberdt (*1968) ist Chefarzt an der Unfallchirurgischen Klinik des Klinikums Bielefeld und Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie.

    Christoph P. Schede (*1964) erhielt nach dem Medizinstudium an der Ruhr-Universität Bochum und der Medical School in Cleveland Ohio (USA) seine ärztliche Ausbildung an der Justus-Liebig-Universiät in Giessen und in der Neurochirurgie der Krankenanstalten Gilead in Bielefeld. Früh spezialisierte sich der Neurochirurg auf dem Gebiet der Wirbelsäulenchirurgie. Vor der Gründung seiner Praxis und der Eröffnung des Wirbelsäulenzentrums im Oktober 2008 war er als Oberarzt in den Krankenanstalten Gilead in Bielefeld und am Inselspital der Universität Bern tätig. Zuletzt praktizierte er als leitender Oberarzt an der ENDO Klinik in Hamburg.

    Weitere Informationen:
    Wirbelsäulenzentrum Bielefeld
    An der Rosenhöhe 31
    33647 Bielefeld
    Tel. 0521 9875700
    info@wsz-bielefeld.de
Verfasst von Susanne Rebien am 27.11.2009

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